Warum Fernsehen wirklich
dumm macht

- Bastian Nutzinger, 14. März 2010

...oder zumindest verhindert, dass wir schlauer werden

185 Minuten. So viel Zeit verbringen wir deutschen im Durchschnitt jeden Tag vor dem Fernseher.

185 Minuten. Das sind pro Woche fast 22 Stunden, also fast ein kompletter Tag. Wenn man das einmal auf Arbeitstage im Jahr umrechnet währen das 140.

140, vollständige, 8-Stunden-Arbeitstage im Jahr. Das ist wirklich viel Zeit, insbesondere dann, wenn man sich überlegt, dass das Zeit ist, die wir auch nutzen könnten um eine neue Fähigkeit zu lernen oder uns weiter zu bilden.

Schlimmer noch. Wenn man davon ausgeht, dass auf jede Stunde Fernsehen ungefähr 15 Minuten Werbung entfallen, heißt das, dass wir jedes Jahr das Äquivalent von 35 Arbeitstagen mit Werbung gucken verbringen.

Was könnten wir in der Zeit machen?

Wir könnten eine Sprache in nur einem Jahr gut beherrschen.
Zum Vergleich: eine Fremdsprache wird in der Schule 3x 45min pro Woche gelehrt. Wir könnten also statt Fernsehen ungefähr das Äquivalent von 12 Jahren Schulunterricht in einem einzigen Jahr absolvieren.

Oder wir könnten einen Roman oder wenigstens eine Kurzgeschichte schreiben.

Oder Zeichnen/Malen oder ein Musikinstrument lernen.
(Auch hier, das Äquivalent von 12 Jahren Kunstunterricht/Musikunterricht an der Schule)

Oder ein Buch lesen… geht man von ca. 20h Lesezeit pro Buch aus könnten wir jede Woche locker ein Buch (mehr) lesen.

Oder wir könnten etwas für unsere Gesundheit tun und einen Sport betreiben. Jeden Tag 3 Stunden trainieren? Wenn wir das tun würden, könnten wir so viel Süßkram in uns reinstopfen wie wir nur wollten, dick wären wir trotzdem nicht.

Ja, wenn uns absolut nichts Besseres einfällt könnten wir auch Burger braten bei McDonalds und würden uns 5.700€ (Netto bei Steuerklasse 6!) dazu verdienen. Das reicht locker für einen schönen Urlaub zu zweit.

Oder, oder, oder...

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