Warum mein Journal kein Blog ist

- Bastian Nutzinger, 18. März 2010

Den technisch versierteren Besuchern meiner Seite mag es bereits aufgefallen sein, meine Webseite ist vollständig "händisch" erstellt.

Das heißt ich nutze kein Content Management System (CMS) und kein Blogsoftware, jede Zeile HTML ist von mir liebevoll handgeschrieben.

Das liegt nicht daran, dass ich aus irgendeinem Grund eine Abneigung gegen solche Hilfsmittel habe oder daran, dass ich der Meinung bin von mir produzierter Code wäre besser als das was Typo3, Joomla, Wordpress oder wie sie alle heißen produzieren.

Ganz im Gegenteil, das bisschen JavaScript, HTML, CSS und PHP das ich beherrsche reicht gerade dazu aus mich irgendwie durch zu fummeln, einem Programmierer würden wahrscheinlich die Haare zu Berge stehen, wenn er sich den Quellcode ansieht.

Warum also der ganze Aufwand?

CMS und Blogsoftware erlauben einem mit weniger Aufwand mehr und schneller Inhalte zu produzieren. Und genau da liegt das Problem. Das Internet ist voll von schnell hingeklatschten und zitierten Inhalten.

Eine Millionen Blogs über eine Millionen Themen und nur wenige bieten echten Mehrwert. Überall bietet sich das gleiche Bild, Text der lieblos und wasserfallartig ohne jegliche Formatierung dahinströmt. Und das obwohl das Medium Internet so viele, spannende und schöne Möglichkeiten bietet Text zu gestalten und zu formatieren. Ja selbst auf den Webseiten der Zeitungen & Magazine findet man Text nur in dieser Form und das obwohl die gleichen Medien in ihren Printausgaben sehr genau auf die Formatierung der Texte achten. Da werden Bilder elegant vom Text umflossen, Paragraphen in unterschiedlicher Länge und Spalten in unterschiedlicher Breite bieten dem Auge Abwechslung, sind Ästhetisch ansprechend und verleihen dem Text so mehr Gewicht.

Wundert es einen da, dass viele auch heutzutage lieber noch ein gedrucktes Magazin in die Hand nehmen?

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